WALD|SINN|PHONIE Variation: ROT
Sinnphonische Wanderung für Wanderschuhe, Nachtsichtgerät, Taschenlampe oder Glühwürmchen

EINE PRODUKTION VON KULTURREVIER HARZ,
ZUGHAFEN ERFURT UND iOVER

 

Regie und Konzept: Lucian Patermann
Organisation und Konzept: Andreas Welskop

Wir setzten mit der Variation R O T der „WALD│SINN│PHONIE“ die Erschließung des Waldes um die Waldbühne fort–nur an dieser Stelle im Glanze des Abendrotes und des Mondenscheins. Es erwarten Sie gewanderte Musik, Tanz, Theater, Lesung, Überraschungen, versteckte Performances, bemalte Waldmenschen die zu Kunstfiguren werden, Dekorationen, Installationen, Abendland, Morgenland, Klänge und Texte. Lassen Sie sich fallen in den Klängen der Musik im Dunkel des Waldes.

Wir laden Sie ein, sich eine Nacht frei zu machen – oder zumindest einige Stunden davon – sich zu entschließen,
gemeinsam mit uns etwas zu unternehmen. Etwas, das sie sicher nicht alle Tage beschließen. Etwas, das weder der Arbeit nützt, noch ihrem Arbeitgeber, ihrer Arbeitnehmerschaft oder ihrer Unternehmerschaft. Und doch laden wir sie ein, etwas zu unternehmen.
Gehen sie mit uns und dem Wald eine Liaison ein, in der sie alles nur noch richtig machen können. Sie können hier Zeit mit ihren Bekannten, aber auch mit ihnen Unbekannten verbringen. Sie werden mit ihnen gemeinsam, oder auf ihren eigenem Weg gehen können. Sie werden rastlos sein können, oder dann und wann verweilen, wie und wo es Ihnen danach beliebt. Sie können lauschenden Auges fühlen,Schmeckender Ohren sehen, Lachender Hände riechen, Sie können die Augen schließen…
…und den Wald sehen, der keinem der Wälder gleicht, die sie gekannt, „durchschritten“ haben.
Kann dieser Wald überhaupt noch Wald genannt werden? Vielleicht sind sie selbst schon zu lange unterwegs, eine Erdzeit zu lange, und Wälder überhaupt sind nur mehr was dieser Wald ist. Vielleicht macht nur noch die Benennung einen Wald aus und alle andern Merkmal sind schon lange zufällig und auswechselbar geworden, nur noch die Benennung von etwas nicht mehr Kenntlichem mit einem Namen aus einem alten Buch.

Mit ähnlichen Worten hat einst der Dramatiker Heiner Müller den Wald beschrieben. Für ihn und viele seiner dichterischen Vorgänger war der Wald ein phantastischer Ort, eine Quelle wilder Assoziationen und traumwandlerischer Inspiration. Mit unserer Wald|Sinn|Phonie möchten wir nun diesen Ort von neuem erschließen und gemeinsam zu Traumwandlern werden. Mit künstlerischen Installationen, mit Lesungen und musikalischen Interventionen werden wir kleine und große Inseln schaffen, inmitten des Waldes. Wir werden gemeinsam mit Künstlern, Schauspielern, Tänzern und
nicht zuletzt Musikern den Wald zum Schwingen und Klingen bringen.

FÖRDERUNG

Gefördert durch die Kunststiftung Sachsen-Anhalt.